Vor dem Urknall
Autor: Thorsten Timm
Wie entstand unser Universum? Naja, durch einen Urknall! Und der Urknall? Ist die gemeinsame Erschaffung von Raum, Zeit und Materie aus einer Anfangssingularität, sagt mein Physiker. Und die Anfangssingularität? Da stockt er, das ließe sich mit unserer Physik nicht mehr beschreiben, sie wäre dann das Nichts. Oder Gott, je nach Geschmack. Leichter als mit der Vorstellung des Nichts oder eines Mannes mit Bart tue ich mich in diesem Zusammenhang dann aber mit der Vorstellung, dass vor dem Urknall ein anderes Universum existierte. weiter ...
Eines, das nichts mit dem unseren zu tun hatte – was dann wiederum die Vermutung nahelegt , dass auch wir wieder mit einem Urknall enden und durch ein neues Universum ersetzt werden. Universum folgt so auf Universum, auf Universum … Wenn dem aber so ist, wäre auch leicht vorstellbar, dass es parallel zu unserem Universum weitere Universen gibt. Sogenannte Paralleluniversen, die völlig unabhängig von dem unseren existieren.
Ich möchte mich heute um den Nachweis eines solchen Paralleluniversums bemühen. Zu diesem Zweck bediene ich mich einer vor 82 Jahren von Herrn Kenjiro Takayanagi entworfenen Apparatur namens Fernseher, die mir den Blick in solche Universen ermöglicht. Nimmt man das Gerät im rechten Moment in Betrieb, gibt es den Blick frei auf eine Rotte leicht bekleideter Damen, die bei Winterwetter in Kölns Fußgängerzone auf High Heels über ein Stück billiger, roter Auslegeware (die in unserem Universum ca. €2,90 den Quadratmeter kosten dürfte) stöckeln. Belohnt wird der Auftritt tags drauf mit der völlig unbekleideten Abbildung einer der Damen auf einer Boulevard-Titelseite. Zu anderen Zeitpunkten weinen pubertierende Mädchen bitterlich in die Kamera, weil der Ex-Keyborder eines Ex-Sternchens, das sich mit dem Verbleib einer größeren Menge Luftballons beschäftigt hatte, ihnen eröffnet hatte, dass sie in Zukunft nicht mehr nach seiner sonderbaren Pfeife tanzen müssten. Motivation für all das scheint zu sein, Jahre später in einem Container oder Dschungelcamp aufzutauchen, um sich wiederum beschimpfen und erniedrigen zu lassen.
Wie ich darauf komme, dass es sich um ein Paralleluniversum handelt? Rufen wir uns die Eigenschaften eines Universums nochmals ins Gedächtnis: Es ist völlig selbstreferenziert, funktional abgeschlossen, selbsterhaltend und hat somit keinerlei Einfluss auf ein anderes Universum (es sei denn, man bedient sich einer braunschen Röhre zur Beobachtung). Nun, irgendwann wird auch dieses das Schicksal aller Universen ereilen und durch einen Urknall endgültig abgeschaltet. Um sodann, jedenfalls wenn man der Theorie von Douglas Adams Glauben schenkt, durch etwas noch viel Bizarreres ersetzt zu werden. Noch bizarrer? Das wiederum ist wahrlich schwer vorstellbar.
Wie entstand unser Universum? Naja, durch einen Urknall! Und der Urknall? Ist die gemeinsame Erschaffung von Raum, Zeit und Materie aus einer Anfangssingularität, sagt mein Physiker. Und die Anfangssingularität? Da stockt er, das ließe sich mit unserer Physik nicht mehr beschreiben, sie wäre dann das Nichts. Oder Gott, je nach Geschmack. Leichter als mit der Vorstellung des Nichts oder eines Mannes mit Bart tue ich mich in diesem Zusammenhang dann aber mit der Vorstellung, dass vor dem Urknall ein anderes Universum existierte. weiter ...
Eines, das nichts mit dem unseren zu tun hatte – was dann wiederum die Vermutung nahelegt , dass auch wir wieder mit einem Urknall enden und durch ein neues Universum ersetzt werden. Universum folgt so auf Universum, auf Universum … Wenn dem aber so ist, wäre auch leicht vorstellbar, dass es parallel zu unserem Universum weitere Universen gibt. Sogenannte Paralleluniversen, die völlig unabhängig von dem unseren existieren.
Ich möchte mich heute um den Nachweis eines solchen Paralleluniversums bemühen. Zu diesem Zweck bediene ich mich einer vor 82 Jahren von Herrn Kenjiro Takayanagi entworfenen Apparatur namens Fernseher, die mir den Blick in solche Universen ermöglicht. Nimmt man das Gerät im rechten Moment in Betrieb, gibt es den Blick frei auf eine Rotte leicht bekleideter Damen, die bei Winterwetter in Kölns Fußgängerzone auf High Heels über ein Stück billiger, roter Auslegeware (die in unserem Universum ca. €2,90 den Quadratmeter kosten dürfte) stöckeln. Belohnt wird der Auftritt tags drauf mit der völlig unbekleideten Abbildung einer der Damen auf einer Boulevard-Titelseite. Zu anderen Zeitpunkten weinen pubertierende Mädchen bitterlich in die Kamera, weil der Ex-Keyborder eines Ex-Sternchens, das sich mit dem Verbleib einer größeren Menge Luftballons beschäftigt hatte, ihnen eröffnet hatte, dass sie in Zukunft nicht mehr nach seiner sonderbaren Pfeife tanzen müssten. Motivation für all das scheint zu sein, Jahre später in einem Container oder Dschungelcamp aufzutauchen, um sich wiederum beschimpfen und erniedrigen zu lassen.
Wie ich darauf komme, dass es sich um ein Paralleluniversum handelt? Rufen wir uns die Eigenschaften eines Universums nochmals ins Gedächtnis: Es ist völlig selbstreferenziert, funktional abgeschlossen, selbsterhaltend und hat somit keinerlei Einfluss auf ein anderes Universum (es sei denn, man bedient sich einer braunschen Röhre zur Beobachtung). Nun, irgendwann wird auch dieses das Schicksal aller Universen ereilen und durch einen Urknall endgültig abgeschaltet. Um sodann, jedenfalls wenn man der Theorie von Douglas Adams Glauben schenkt, durch etwas noch viel Bizarreres ersetzt zu werden. Noch bizarrer? Das wiederum ist wahrlich schwer vorstellbar.
Labels: Timm's Kolumne
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